04+05.02.2017 Kalter Marsch Bruchsal

Bericht Siehe Unten

Zusammenfassung: Kommando-Wettkampf Kalter Marsch: 4. + 5. Februar 2017

 

Am 4.02.2017 um 7:00 Uhr ging es los. Da trafen wir uns in der Turnhalle in der Eichelberg- Kaserne Bruchsal. 

Nachdem die Formalitäten am Meldekopf erledigt waren, empfing der Gruppenführer Kompass und DF. Hierauf wurden die letzten Feineinstellungen und Überprüfungen der vorgesehenen 10 kg Ausrüstung vollzogen. 

Um 8:40 startete unsere Mannschaft in die erste Phase der verschiedenen Stationen. 

1. Station: 

Sie bestand darin, einen Gebäudekomplex zu räumen und hierbei auf Sprengstofffallen zu achten. 

2. Station:

Bei der zweiten Station war ein Verkehrsunfall simuliert. Ziel war es, das Feuer zu löschen und die Unfallbeteiligten zu bergen.

3. Station:

Die Station 3 war eine computergesteuerte Simulation (AGSHP). 

4. Station:

Bei dieser Station ging es um Geschicklichkeit. Es mussten 17 Bierkästen aufeinander gestapelt werden. Das Stapeln übernahm ein Kamerad der mithilfe eines Tragegurtes an der Decke balancierte, während zwei weitere stabilisierten und einer die Kisten nach oben reichte. 

5. Station:

Auf dieser Station musste ein Fahrzeug vom TYP Wolf fahrtüchtig gemacht werden. 

6. Station:

Hier musste eine Erste-Hilfe-Maßnahme eingeleitet werden, um eine akute Blutung zu stoppen.

7. Station:

Es war ein Verletzter mittels einer Trage durch eine Hindernisbahn zu tragen. 

8. Station:

Diese Station bestand aus dem Finden und Erkennen von verschiedenen Sprengsätzen im Gelände.

9. Station:

Mittels eines Tragegurtes war ein Drahtseilhindernis zu bewältigen.

 

10. Station:

Hier wurden zwei Ziele eingeteilt, die mithilfe von Milan. und Panzerfaust bekämpft werden mussten.

11. Station:

Ziele bekämpfen mit MG, liegend

12. Station:

Ziele bekämpfen mit MP7, stehend

13. Station:

Ziele bekämpfen mit P8, stehend

14. Station:

Ziele bekämpfen mit G36, stehend, kniend 

15. Station:

Fremdwaffen erkennen und Munitionsteilen dementsprechend zuordnen.

16. Station:

Maschinenpistole, P8, P7, MG3, G3, G36 waren in Einzelteilen vorgefunden und mussten innerhalb 5 min zusammengesetzt werden. 

17.)

Hier worden wir aufgeteilt in zwei Disziplinen. Anhand von Karten mussten Militär Fahrzeugen der Nation zugeteilt werden und zum Anderen Hoheitszeichen, Uniformen und Flaggen den Entsprechender Nation zugeteilt werden.

18. Station:

Der altbekannte Freund des Soldaten, die Hindernisbahn mit anschließendem Handgranaten-Zielwurf. 

19. Station:

Taktische Zeichen erkennen und benennen.

20. Station:

Entfernung schätzen und zugleich die ferngesteuerten Fahrzeuge benennen. 

 

Nach diesen 20 Stationen war eine kurzzeitige Ruhephase für die Nachbereitung und eine Stärkung von Chili Con Carne in der in der Kaserne befindlichen Kantine.

 

Während dieser Zeit musste sich unser Gruppenführer beim Meldekopf einem Briefing zur Nachtphase unterziehen.

Alle Wettkämpfer befanden sich in der Rolle von Gefangenen. Wir wurden auf Busse verteilt, wo wir weder Sicht noch Hinweis auf unseren Zielort bekamen. Hierbei durfte kein Blick aus ein Fenster gewagt werden, denn jede Gruppe erhielte 5 „Lebenskarten“. Diese wären beim Erwischen abgenommen worden. 

Nach einer Viertelstunde schweigsamer Busfahrt durch die Dunkelheit der Nacht kamen wir am Zielort an.

Beim Absetzen bestand allgemeine Hektik und gewolltes Chaos. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, verloren wir zwei aus der Gruppe. 

Somit wurden 112 Wettkämpfer und zugleich Gefangene in Marschordnung und disziplinierter Manier in den Wald geführt - mit ungewissem Zielort. 

Doch plötzlich und für die Regie unvorhersehbar brachen alle Gefangene los und verteilten sich im Schutz der Dunkelheit. 

Nach zufälliger Begegnung konnten wir im Chaos unsere beiden Kameraden wieder finden, die im Besitz der elementar wichtigen Karte und Kompass waren.

In dieser Nachtphase mussten wir bis zu einer festgelegten Zeit unsere Basis wieder erreichen. Und am besten ohne vom feindlichen Jagdkommando erwischt zu werden. 

Unser Weg führte über Stock und Stein und querfeldein. Hilfsmittel wie GPS oder Handy waren untersagt. Zugleich war Vorsicht geboten mit der Benutzung des Lichtes. 

Eine gewisse Fähigkeit, länger an einer unangenehmen Position oder Ort zu verharren, setzt voraus, dass man nicht erwischt wird im Dickicht. Da könnte der Verzehr der Chili Con Carne, dem Einen oder Anderen zum Verhängnis werden.

Alles in allem hatten wir viel Glück und erreichten das Ziel.

Mit knapp über 30 KM Marsch im Gesamten bei dem Wettkampf, belegten wir Platz 20. 

Der Wettkampf ist jedem zu empfehlen, der an seine Grenzen gehen möchte und dabei sehr viel Erfahrungen und zugleich Wissenswertes in kurzer Zeit mitnehmen möchte. Die Kameradschaft ist hierbei, wie nicht anders zu erwarten, grenzenlos und trägt zum Erfolg bei. 

 

Ein besonderer Dank gilt den Veranstaltern, dem Reservistenverband Ubstadt, den eingesetzten Helfern, Reservisten, aktiven Soldaten, der RAG Modellbau, dem THW Waghäusel, der FFW Kraichtal, Abt. Menzingen und dem DRK Kieselbronn.

 

 

Im Jahr 2019 kann der nächste Kalte Marsch kommen...